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Jack Wolfskin Vojo Tour Texapore Mid eucalyptus (Damen)

A62071-4029
Farben
grün, beige
Größen
35.5-43 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
431g
Besonderheiten
wasserdicht

La Sportiva Ultra Raptor 3 Mid GTX cypress/black (Herren)

ZFHS109-E47K00
Farben
grün, schwarz
Größen
40-50.5 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
-
Besonderheiten
wasserdicht

adidas Terrex Skychaser Ax5 Gore-Tex core black/carbon (Herren)

JQ2210
Farben
schwarz, grau
Größen
38.5-50.5 (EU)
Schafthöhe
niedrig
Gewicht
440g (UK 8.5)
Besonderheiten
wasserdicht, recyceltes Material

Salewa Wildfire 2 GTX navy blazer/black (Herren)

00-0000061414-3965
Farben
blau, schwarz, orange
Größen
39-48.5 (EU)
Schafthöhe
niedrig
Gewicht
395g
Besonderheiten
wasserdicht

Salomon X Ultra 360 Leather GTX dark earth/delicioso/sharkskin (Herren)

L47571200
Farben
braun, schwarz
Größen
40-49 (EU)
Schafthöhe
niedrig
Gewicht
410g
Besonderheiten
wasserdicht, Schnellverschluss, recyceltes Material

adidas Terrex Skychaser Ax5 Gore-Tex cardboard/blanch cargo/semi impact orange (Herren)

JH7801
Farben
grau, schwarz, weiß
Größen
38.5-50.5 (EU)
Schafthöhe
niedrig
Gewicht
440g (UK 8.5)
Besonderheiten
wasserdicht, recyceltes Material

Salomon X Ultra 5 GTX black/asphalt/castlerock (Herren)

L47725500
Farben
schwarz, grau
Größen
40-49 (EU)
Schafthöhe
niedrig
Gewicht
380g
Besonderheiten
wasserdicht, Schnellverschluss

Lowa Renegade Evo GTX Wide anthrazit/stahlblau (Herren)

311917-9780
Farben
grau, blau
Größen
40-48.5 (EU), 6.5-15 (UK)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
590g (EU 42)
Besonderheiten
wasserdicht

Lowa Renegade Evo Ice 2 GTX black/honey (Herren)

411951-9963
Farben
schwarz, grau, beige
Größen
40-51 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
543g
Besonderheiten
wasserdicht

Salewa Alp Trainer 2 Mid GTX dark denim/fluo orange (Herren)

00-0000061382-8675
Farben
blau, schwarz, orange
Größen
39-48.5 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
552g (UK 8)
Besonderheiten
wasserdicht

Lowa Renegade GTX Mid espresso (Herren)

311945-0442
Farben
braun, schwarz, beige
Größen
6.5-15 (UK)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
532g (EU 42)
Besonderheiten
wasserdicht

Lowa Renegade Evo GTX Mid braun/schwarz (Herren)

311916-4309
Farben
braun, schwarz
Größen
40-51 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
536g
Besonderheiten
wasserdicht

Timberland 6-Inch Premium wheat (Junior)

TB1A2MBB2311
Farben
gelb, beige, braun
Größen
-
Schafthöhe
hoch
Gewicht
-
Besonderheiten
wasserdicht

Merrell Moab 3 Mid GTX beluga (Herren)

J035785
Farben
grau, schwarz
Größen
40-51 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
-
Besonderheiten
wasserdicht, recyceltes Material

adidas Terrex Skychaser AX5 Mid GTX olive strata/night cargo/aurora plum (Herren)

JQ2220
Farben
grün, schwarz, violett
Größen
-
Schafthöhe
hoch
Gewicht
394g
Besonderheiten
wasserdicht, recyceltes Material

Meindl Terlan GTX jeans/lemon (Herren)

5546-29
Farben
blau, schwarz, grau
Größen
6-12 (UK)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
610g
Besonderheiten
wasserdicht

On Cloudrock Mid WP earth/black (Herren)

3MF10164228
Farben
braun, schwarz
Größen
40-49 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
441g
Besonderheiten
wasserdicht, recyceltes Material

Salomon X Ultra 5 Wide GTX black/asphalt/castlerock (Herren)

L47727400
Farben
schwarz, grau
Größen
40-49 (EU)
Schafthöhe
niedrig
Gewicht
380g
Besonderheiten
wasserdicht, Schnellverschluss, recyceltes Material

Salewa Wildfire GTX black out/silver (Herren)

00-0000063487-0982
Farben
schwarz
Größen
39-48.5 (EU)
Schafthöhe
niedrig
Gewicht
395g
Besonderheiten
wasserdicht

Salewa Mountain Trainer 2 Mid GTX bungee cord/black (Damen)

00-0000061398-7953
Farben
grün, schwarz, rosa
Größen
35-43 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
560g
Besonderheiten
wasserdicht

Mammut Blackfin III Mid DT schwarz (Herren)

3030-04810-0052
Farben
schwarz, orange
Größen
40-48.5 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
590g (EU 42)
Besonderheiten
wasserdicht

Lowa Renegade Evo GTX Mid stahlblau/alt rosa (Damen)

321916-9327
Farben
blau, grau, rosa
Größen
35-44.5 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
429g
Besonderheiten
wasserdicht

Lowa Maddox Pro GTX Mid navy/marineblau (Herren)

311620-6966
Farben
blau, grau, schwarz
Größen
40-51 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
494g
Besonderheiten
wasserdicht

Lowa Cevedale Pro GTX Mid navy/lime (Herren)

211054-6903
Farben
blau, schwarz, grau, grün
Größen
40-51 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
936g
Besonderheiten
wasserdicht, bedingt steigeisenfest

Salomon X Ultra 4 GTX magnet/black/monument (Herren)

L41385100
Farben
grau, schwarz
Größen
40-49 (EU)
Schafthöhe
niedrig
Gewicht
390g
Besonderheiten
wasserdicht, Schnellverschluss

Columbia Newton Ridge Plus stratus/canyon rose (Damen)

Farben
grau, beige
Größen
40-48 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
347g (EU 42)
Besonderheiten
wasserdicht

Lowa Renegade Evo Ice 2 GTX schwarz/grau (Herren)

411951-9930
Farben
schwarz, grau
Größen
40-51 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
543g
Besonderheiten
wasserdicht

La Sportiva Aequilibrium ST GTX schwarz/gelb (Herren)

ZFMS098-K00Y00
Farben
schwarz, gelb, rot
Größen
36-48 (EU)
Schafthöhe
hoch
Gewicht
-
Besonderheiten
wasserdicht, bedingt steigeisenfest, recyceltes Material

Salomon X Ultra 5 GTX dark gull gray/asphalt/willow (Herren)

L49102800
Farben
grau, violett, schwarz
Größen
40-49 (EU)
Schafthöhe
niedrig
Gewicht
380g
Besonderheiten
wasserdicht, Schnellverschluss

Merrell Wrapt diorite (Herren)

J007405
Farben
beige, grau
Größen
40-50 (EU)
Schafthöhe
niedrig
Gewicht
620g

Der Berg ruft – Zeit für die passenden Schuhe!

Von: 100% redaktionell verfasster Inhalt

„Ein Gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist – denn vorher gehörst du ihm“, sagte einst der Südtiroler Extrembergsteiger Hans Kammerlander. Um wohlbehalten und sicher vom Berg zurückzukehren, sind die richtigen Schuhe das A und O.

Aber nicht nur im hochalpinen Bereich, sondern auch auf gemäßigten Wanderrouten ist hochwertiges Schuhwerk eine lohnende Investition. Ungeeignetes Schuhwerk hingegen – etwa Trailrunningschuhe oder Straßenlaufschuhe – kann zu unnötigen Gefahrensituationen am Berg führen.

Was einen (guten) Bergschuh ausmacht, was ihn von Wanderschuhen und Co. unterscheidet und worauf du beim Kauf achtest solltest, erfährst du hier!

Bergschuhe vor Bergsee
© S_Photo/Shutterstock.com

Was ist (k)ein Bergschuh?

Funktionelle Bergschuhe sind speziell für den Einsatz im alpinen Bereich konzipiert. Also für Touren in felsigem Gelände mit Geröll, Klettersteigen sowie Eis und Schneebelägen. Sie zeichnen sich durch Robustheit, rutschfestem Profil, Wasserdichtigkeit und Sohlensteifigkeit aus.

Die Sohlensteifigkeit ist notwendig, damit sich die Sohle im unebenen, steinigen Gelände nicht verwindet, sondern stets einen stabilen Stand ermöglicht. Außerdem ist eine möglichst steife Sohle Voraussetzung zur Montage von Steigeisen.

Der Schaft reicht i. d. R. bis über den Knöchel und schützt damit diesen empfindlichen Bereich, gleichzeitig sorgt er für eine Stabilisierung des Fußes. Je nach Einsatzgebiet gibt es beim Schaft verschiedene Abstufungen/Kategorien, mehr dazu später.

Viele Käufer:innen stellen sich vor dem Kauf die Frage, was der Unterschied zwischen Bergschuhen und Wanderschuhen ist und wodurch sich Trekking- oder Trailschuhe auszeichnen. Sehen wir uns die Begriffe etwas genauer an:

Schwarzer hoher Wanderschuh
Ein mittelschwerer, hoher Wanderschuh ist eine gute Allroundlösung für die meisten Hobby-Wanderer:innen. © amazon partnerprogramm

Wanderschuhe

Für Wanderungen im voralpinen Umfeld, für leichtere Bergtouren auf präparierten Wegen, im Wald oder querfeldein reicht meist ein „normaler“ Wanderschuh aus. Vom klassischen Bergschuh unterscheidet er sich vor allem durch weniger Gewicht, eine leichtere, weichere Sohle mit mehr Dämpfung, flexibleres Obermaterial und (wahlweise) einen niedrigeren Schaft.

Eine Bergwanderung führt oft sowohl über Asphalt, Wald/Wiese, Kieswege als auch felsige Abschnitte. Der große Vorteil von Wanderschuhen ist, dass sie für all diese unterschiedlichen Bedingungen einen guten Kompromiss bieten. Durch das geringere Gewicht und die weichere, flexiblere Sohle sind sie einerseits auf längeren Asphaltwegen angenehm zu tragen, bieten aber gleichzeitig guten Halt auf steinigen Abschnitten.

Bergschuhe und Wanderschuhe im direkten Vergleich

Bergschuh

Wanderschuh

Eher schwer und starr

Höherer Tragekomfort, geringeres Gewicht

Harte, steife Sohle

Weichere Sohle, besser gedämpft

Zur Montage von Steigeisen geeignet

Meist ungeeignet für Steigeisen

Auf Asphalt unkomfortabel

Auch auf Asphalt und für längere Strecken komfortabel genug

Ideal auf unwegsamen Gelände mit Felsen, Geröll bis hin zu Gletschern

Einsatz auf gemäßigten und präparierten Wanderwegen

I. d. R. wasserfest oder wasserdicht

Oft wasserabweisend, wasserfest oder auch wasserdicht

Trekkingschuh
Trekkingschuhe für mehrtägige Touren sollten unbedingt wasserdicht sein. © globetrotter

Trekkingschuhe

Trekkingtouren über mehrere Tage mit schwerem Gepäck bringen andere Herausforderungen als Tageswanderungen mit sich. Trekkingschuhe sind daher robuster und leistungsorientierter als Wanderschuhe ausgeführt.

Eine wichtige Eigenschaft ist eine gute Wasserdichtigkeit. Weil auf längeren Touren kaum Zeit bleibt, die Schuhe komplett trocknen zu lassen, ist es entscheidend, dass sie möglichst wenig Feuchtigkeit aufnehmen. Bei aufgeweichter Haut können sonst schnell Abschürfungen oder Blasen entstehen, die schon so manche:n zur Aufgabe gezwungen haben.

Weitere Merkmale sind robustere Obermaterialien und eine härtere Sohle bzw. Dämpfung als bei Wanderschuhen. Sie sorgt einerseits für einen stabileren Auftritt und ist andererseits notwendig, damit der Schuh mit schwerem Gepäck nicht zu stark nachgibt.

Der Trekkingschuh ist ein guter Kompromiss zwischen Wanderschuh und Bergschuh – angenehm tragbar auf Asphalt oder Waldböden, aber auch auf felsigem Untergrund verlässlich und sicher.

Trail-Schuh
Trailschuhe sind ideal zum Laufen in unwegsamen Gelände. © amazon partnerprogramm

Trailrunningschuhe

Trailrunningschuhe sind ideal zum Laufen im Wald, querfeldein oder bei schlechten Wetterbedingungen – für eine Bergtour im alpinen Bereich sind sie hingegen nicht empfehlenswert. Durch die griffigere Sohle, eine etwas härtere Dämpfung und wasserabweisende Materialien sind sie vielmehr eine geländegängige Version von Straßenlaufschuhen. Typisch ist auch ein verstärkter und damit besser schützender Zehenbereich.

Wenn du mehr zu Trailrunningschuhen oder Straßenlaufschuhen erfahren möchtest, sieh dir unseren Ratgeber dazu an.

So findest du den richtigen Bergschuh

Um den passenden Bergschuh auszuwählen, solltest du vor allem drei Merkmale beachten: Sohle, Obermaterial und Schafthöhe. Eine harte, gut profilierte Sohle verbessert den Grip auf Fels und Geröll. Widerstandsfähiges Obermaterial sorgt für Schutz, Halt und Langlebigkeit. Ein hoher Schaft bietet Stabilität und schützt den Knöchel. Je ausgeprägter diese Eigenschaften sind, desto besser ist das Modell für hochalpine Touren geeignet.

Leute binden sich Bergschuhe vor Zelt in Natur
Bergschuhe oder Wanderschuhe? Die Übergänge sind oft fließend. © Maridav/Shutterstock.com

Einteilung nach der Meindl-Skala und Co.

Um einfacher zu erkennen, für welches Einsatzgebiet – von Waldweg bis Hochgebirge – ein Bergschuh geeignet ist, hat der Schuhunternehmer Alfons Meindl 1976 die nach ihm benannte Meindl-Skala eingeführt. Es ist zwar keine offizielle, normierte Skala, die für alle Bergschuhe gültig wäre, aber seine Einteilung in die Kategorien A bis D hat sich viele Jahre bewährt und wird auch heute noch gerne zur Orientierung angewandt. A ist dabei der weichste und D der härteste Schuh mit der steifsten Sohle und dem widerstandsfähigsten Obermaterial.

Kategorie

Schuhtyp

Einsatz

A

leichter Wanderschuh

Freizeit, Reisen, Wandern, Aktivitäten in der Natur

A/B

hoher Wanderschuh

Hochalm, Voralpen, Mittelgebirge, auf gut ausgebauten Wegen

B

Trekkingschuh

auf schlechten Wegen, ausgedehnte Touren, alpines Gelände

B/C

hoher Trekkingschuh

anspruchsvolles Wandern, Hochgebirge, Geröll, Klettersteige, für leichte Steigeisen geeignet

C

Hochgebirgsschuh

Hochgebirge, Gletscher, Geröll, im Felsen, für Steigeisen geeignet

D

ultimativer Hochgebirgsschuh

Hochgebirge, extreme Bedingungen, weglos, Gletscher, Eisklettern, ideal für Steigeisen geeignet

Auffällig ist, dass nur die Kategorien C und D für Steigeisen ideal geeignet sind. Das liegt daran, weil zur sicheren Anbringung von Steigeisen eine sehr harte und steife Sohle Voraussetzung ist. Auf einer zu weichen Sohle können Steigeisen verrutschen oder sich lösen, was am Berg schnell lebensbedrohlich werden kann – mehr dazu weiter unten im Kapitel zu Steigeisen.

Oft sind die Übergänge bei modernen Wander-, Trekking- und Bergschuhen fließend. Im Zweifelsfall empfehlen viele Profis den härteren Schuh zu wählen, weil er mehr Sicherheit und Möglichkeiten bietet.

Neben der Meindl-Skala verwenden viele Hersteller ihre eigenen Einstufungssysteme. Zu den bekannteren zählt etwa der Lowa-Index der Marke Lowa, der von 1 (hart) bis 6 (weich) bewertet.

Sohle

Eine für Bergschuhe geeignete Sohle muss v. a. Trittsicherheit und Schutz bieten. Trittsicherheit ist gewährleistet, wenn die Sohle auch auf kleiner Auflagefläche – z.B., wenn du nur mit den Zehen auf einen Felsteil trittst – nicht nachgibt. Ein Laufschuh mit weicher Sohle würde sich z. B. in dieser Situation – ebenso wie bei Wurzelwerk oder Steinen – verformen und keinen stabilen Halt bieten. Bei Bergschuhen kommen daher spezielle Gummimischungen in verschiedenen Härtegraden mit ausgeprägtem Sohlenprofil zum Einsatz.

Bergschuh mit Vibram-Sohle
Guter Grip dank harter Gummimischung und ausgeklügelter Profilanordnung. © Vaclav Mach/Shutterstock.com

Multifunktionales Profil

Das Profil eines trittsicheren Bergschuhs muss gut durchdacht sein: Tiefe, griffige Stollen sorgen für Halt auf unterschiedlichem Untergrund, während ausreichend breite Furchen verhindern, dass sich Erde, Matsch oder kleine Steine festsetzen und die Sohle rutschig machen. Für ein möglichst effektives Profil sind daher die seitlichen Stollen in Führungsrinnen angeordnet. So kann sich die Sohle beim Gehen selbst vom Schmutz reinigen.

Die unterschiedliche Ausrichtung der Stollen verbessert die Trittsicherheit, besonders auf steinigem oder unebenem Untergrund. Zusätzlich sorgt eine entgegengesetzte Stollenanordnung an Vorfuß- und Fersen dafür, dass der Schuh bergauf mehr Vortrieb bietet und bergab zuverlässiger bremst.

Eine der bewährtesten Sohlen für Bergschuhe kommt vom Hersteller Vibram – sie sind leicht am gelben Oktagon-Logo zu erkennen. Benannt sind sie nach dem italienischen Gründer Vitale Bramani, der 1937 die erste Sohle speziell für Bergschuhe entwickelte. Vibram-Sohlen gibt es je nach Einsatzgebiet in verschiedenen Härtegraden – im hochalpinen und auch eisigen Bereich wird z. B. oft der Typ Mont empfohlen.

Wie finde ich die richtige Größe?

Als guten Ausgangspunkt kannst du deine Füße zu Hause selbst vermessen – idealerweise mit Wandersocken.

Stell dich mit der Ferse an eine Wand, belaste den Fuß und markiere die Position der großen Zehe. Wiederhole das für den anderen Fuß und nimm den größeren Wert. Addiere 10 mm bei Frauen bzw. 12 mm bei Männern dazu, um ausreichend Zehenfreiheit im Bergschuh zu haben.

Die meisten Hersteller bieten Größentabellen mit Zentimeterangaben an – oft ergänzt durch spezifische Hinweise zur Passform. Da Marken unterschiedlich ausfallen können, hilft manchmal trotzdem nur die direkte Anprobe.

Noch ein Hinweis: Weil deine Füße im Laufe des Tages etwas anschwellen, vermiss sie lieber nachmittags oder abends.

Bergschuh aus Glattleder
Meindl Super Perfekt: Ein Klassiker, der z. B. heute noch auf das strapazierfähige und langlebige Naturmaterial Leder setzt. © wanderschuhe.net

Obermaterial und Innenfutter

Während Bergschuhe früher fast ausschließlich aus echtem Glattleder gefertigt wurden – und viele Modelle es heute noch sind – kommt inzwischen ein breiter Materialmix zum Einsatz. Dazu zählen verschiedene synthetische Fasern, Funktionsmaterialien wie Gore-Tex oder Sympatex, Kunstleder und verschiedene Echtlederarten wie Wild, Nubuk- oder Veloursleder.

Leder punktet durch eine hervorragende Passform: Es passt sich mit der Zeit optimal an den Fuß an, sorgt für ein angenehmes Klima und ist bei richtiger Pflege wasserdicht. Nachteilig ist, dass es oft schwerer als synthetische Materialien ist und lange Trocknungszeiten benötigt, wenn es erst mal durchnässt ist.

Synthetische Materialien sind leichter, pflegeleichter und trocknen deutlich schneller – zudem bleiben sie zuverlässig wasserdicht. Die Diffusion – also das Abgeben von Feuchtigkeit nach außen – funktioniert besonders bei warmem Wetter und Nässe weniger gut. Viele Hersteller setzen heute zudem auf recycelte Fasern – ein Pluspunkt für die Nachhaltigkeit.

Egal ob Echtleder oder Synthetik – beide Materialien bieten Vor- und Nachteile, weshalb viele Bergschuhe heute auf einen Mix setzen. Entscheidend ist auch, dass du dich wohl fühlst.

Wasserfest ist nicht gleich wasserdicht

Zwei ähnliche klingende Begriffe – aber ein wesentlicher Unterschied: Wasserfeste Textilien bestehen meist aus dicht gewebten Kunstfasern wie Polyester und Nylon. Sie verfügen weder über eine zusätzliche Membran noch über eine chemische Vorbehandlung. So können sie zwar Wasser für eine begrenzte Zeit abweisen, werden aber früher oder später durchnässt.

Wasserdichte Bergschuhe verfügen hingegen typischerweise über eine integrierte Membranschicht, etwa Gore-Tex oder Sympatex. Sie lässt Feuchtigkeit von innen entweichen, blockiert aber Nässe von außen – so bleiben die Schuhe atmungsaktiv und wasserdicht zugleich.

Orientierung bietet die Wassersäule – eine Angabe, die viele Hersteller bereitstellen. Sie misst den hydrostatischen Druck, dem ein Material standhält, bevor Wasser eindringt. 1.000 mm Wassersäule entsprechen etwa 0,1 Bar. Bei wasserdichten Schuhen sollten es mindestens 10.000 mm sein. Hochwertige Membranen erreichen bis zu 45.000 mm.

Synthetischer Trekkingschuh
Synthetik macht den Schuh leicht, komfortabel und ist vegan.

Innenmaterial/-futter

Das Innenmaterial eines Bergschuhs kann aus Glattleder, Kunstleder, Synthetik oder Textilgewebe bestehen. Echtleder sorgt auch im Schuhinneren für lange Haltbarkeit und ein gesundes Fußklima. Wird es allerdings nass, trocknet es sehr langsam – das kann bei mehrtägigen Touren problematisch sein.

Synthetik- oder Textilfutter ist meist leichter, trocknet schneller und wird – zumindest bei neuen Schuhen – oft als bequemer empfunden. Lederschuhe müssen hingegen erst eingelaufen werden. Dafür ist synthetisches Material oft weniger langlebig und kann – je nach Material und Membran – zu stärkerem Schwitzen führen.

Wer die Vorteile verschiedener Materialien kombinieren möchte, findet viele moderne Hybrid-Modelle: etwa einen Schuh mit wasserdichtem Echtleder als Obermaterial, einem Innenfutter mit Gore-Tex-Membran für trockene Füße und einer stabilen Vibram-Sohle für optimale Traktion im alpinen Gelände.

Die richtige Pflege

Damit du möglichst lang Freude an deinen Schuhen hast, sollten sie regelmäßig gepflegt werden. Je nach Material gibt’s dafür verschiedene Empfehlungen:

Leder ist ein Naturprodukt, dass sich im Laufe der Zeit und mit Gebrauch des Schuhs verändert. Es wird zwar insgesamt weicher, aber es bilden sich an besonders belasteten Stellen Knickfalten, wo das Leder austrocknen und rissig werden kann. Auch der regelmäßige Kontakt mit Nässe kann es langfristig austrocknen.

Ideal zur Lederpflege und zur Vermeidung der genannten Probleme ist Wachscreme. Sie führt dem Naturmaterial wichtige Bestandteile zu, damit es nicht austrocknet, sondern flexibel und widerstandsfähig bleibt. Auch für Nubuk- und Veloursleder ist Wachs gut geeignet. Wird hier zu viel aufgetragen, kann das Material etwas nachdunkeln – kein Problem, das Material lässt sich mit einer Bürste vorsichtig wieder aufbürsten/aufrauen.

Bei synthetischen Materialien ist die Pflege recht einfach: Am besten funktioniert eine chemische Imprägnierung, die den Schuh wasserdicht hält und die Oberfläche schützt.

Achtung: Du solltest deine Bergschuhe auf keinen Fall in die Waschmaschine geben – weder solche aus Leder noch aus synthetischen Materialien. Durch die mechanischen und thermischen Einwirkungen kann es zu Schäden an Leder oder zur Auflösung von Verklebungen führen.

Steigeisentauglichkeit

Bergschuhe werden in Bezug auf ihre Steigeisentauglichkeit in drei Gruppen unterteilt:

  • Nicht steigeisenfest: Aufgrund der zu weichen Sohle dürfen keinesfalls Steigeisen montiert werden.
  • Bedingt steigeisenfest: Hier können leichte Steigeisen oder Steigeisen mit einer Riemenbindung montiert werden.
  • Voll steigeisenfest: Diese Schuhe sind ideal für Steigeisen konzipiert und verfügen oft über spezielle Haltepunkte/Einkerbungen, wo die Eisen mithilfe einer Kipphebelbindung eingespannt werden können.
Steigeisen
Auf eisigem Untergrund sind Steigeisen unverzichtbar. © Tibor Duris/Shutterstock.com

Wann sind Steigeisen notwendig?

Wenn auf deiner Tour nur kurze Distanzen über Gletscher und Schneefelder führen, sind bedingt steigeisenfeste Schuhe (Kategorie B/C) in Kombination mit leichten Steigeisen eine gute Lösung. Ist die Sohle etwas biegsamer, solltest du laut Profis geteilte Steigeisen verwenden. Mit dieser Kombination – leichte Eisen, mittelschwere Schuhe – profitierst du auf dem restlichen Teil deiner Tour über Asphalt, Kies, Waldboden usw. von den Vorzügen eines leichteren, flexibleren und bequemeren Schuhtyps.

Wenn du allerdings weite Gletscher queren musst und Passagen zum Eisklettern Teil deiner Tour sind, dann führt kein Weg an steigeisenfesten Schuhen und schweren Eisen vorbei. Moderne Bergschuhe sind dank Weiterentwicklungen zwar nicht mehr so schwer und unbequem wie früher, dennoch solltest du diesen Schuhtyp (Meindl-Skala D) nur in Extrembedingungen wählen, um dir das Leben bzw. Gehen nicht unnötig zu erschweren.

Sonstige Kaufkriterien

Neben der groben Einteilung in verschiedene Eignungskategorien können noch weitere Faktoren mitentscheidend für deine Schuhwahl sein:

  • Recycling: Viele Hersteller schenken dem Ökogedanken mittlerweile große Aufmerksamkeit und verwenden wo möglich recycelte Materialien.
  • Gewicht: Wie schwer ist der Schuh? Von 250 Gramm bis 2 kg ist alles möglich, wobei die meisten Modelle zwischen 800 Gramm und 1,8 kg wiegen.
  • Farben: Während ein Großteil der Modelle am Markt schwarz, braun und grün sind, gibt es auch eine buntere Auswahl in orange, rot oder gelb.
  • Schnürsystem: Neben herkömmlichen Schuhbändern gibt’s Modelle mit zusätzlichem Klettverschluss am oberen Schaft, was für einen guten Sitz sorgt und den Fuß stabilisiert. Aber es geht auch ganz ohne Schleife binden – mit einer der vielen Varianten eines Schnellverschlusssystems. Bekannte Beispiele sind das BOA-Fit-System (ein Drehverschluss) und das Salomon Quicklace-System, wo eine Klemmschnalle festgezogen wird und so den Schuh festzurrt.
Quicklace-System
Quicklace-System © Budjak Studio/Shutterstock.com
BOA-Fit-System
BOA-Fit-System © adidas

Tipp: Entspannter Spann

Schnürsenkelbindung
© Gerald Leimlehner/Geizhals

Ein falsch oder schlecht geschnürter Schuh kann nicht nur zu Druckstellen und Blasen führen, sondern auch die Sicherheit gefährden. Wichtig ist immer, dass die Ferse gut und fest im Schuh sitzt, damit sie beim Gehen nicht aufscheuert und du trittsicher bist. Gleichzeitig sollte die Schnürung am Spann nicht so straff sein, dass Druckstellen entstehen.

Dagegen gibt’s einen einfachen Trick: Du kannst das Schuhband beim Einfädeln durch zwei Ösen der gleichen Seite führen und dann erst wieder kreuzen. Damit hast du an der Stelle weniger Druck am Spann. Ausnahme: Bei Bergschuhen der Kategorie C/D – also beim Einsatz im Hochgebirge – muss der Schuh auch am Spann stramm sitzen!

Zusammenfassung für Eilige

Im Wesentlichen musst du dir 3 Fragen stellen, um den geeigneten Schuh zu finden:

  • Wo bist du unterwegs (und wo bist du sicher nicht unterwegs): befestigte oder unbefestigte Wege, Hochgebirge, im Eis?

  • Welcher Tourentyp bist du: Ausflüge, Tagestour, mehrtägiges Trekking?

  • Was sind deine persönlichen Erwartungen an den Schuh: Echtleder, Synthetik (vegan), modisch, klassisch?

Wo du unterwegs bist ist entscheidend, um den geeigneten Schuhtyp festzulegen. Mit der bewährten Meindl-Skala hast du eine gute Übersicht, um die Bergschuhkategorie deinen Ambitionen entsprechend auszuwählen. Für leichte Tageswanderungen oder Gelegenheitswanderungen im Urlaub sind Schuhe aus den Kategorien A und B ausreichend. Damit bist du gut gerüstet für alle präparierten Wanderwege bis ins alpine Gebiet – ausgenommen im Gletscher/auf Eis. Gleichzeitig hast du die Vorteile eines bequemen Schuhs, der auch auf Asphalt und generell im Alltag gut funktioniert.

Wenn du mehr der Abenteuer-Typ bist, und auch mal abseits befestigter Wege oder mehrere Tage unterwegs, dann sind Schuhe aus der Kategorie B/C eine gute Wahl. Sie eignen sich auch für leichte Klettersteige und sind bedingt steigeisenfest.

Richtig zur Sache geht’s in Kategorie C und D mit Hochgebirgsschuhen, die sich durch eine robuste und steife Konstruktion und Sohle auszeichnen müssen. C und D sind auch die einzig optimalen Kategorien für Steigeisen – die unverzichtbaren Begleiter im Eis. Auf allen anderen Wegen – wie Wald, Asphalt oder Kies und über längere Märsche im Flachen – sind sie weniger empfehlenswert. Grundsätzlich raten aber Profis bei hochalpinen Touren im Zweifelsfall den härteren Schuh zu nehmen.

Zu guter Letzt ist wie immer entscheidend, was deine persönlichen Vorlieben rund um einen Berg- bzw. Wanderschuh sind. Während Leder etwas robuster, leicht zu reinigen, gut zu pflegen und langlebig ist, sind synthetische Materialien leichter, bequemer, modischer und vegan. Oft kommt aber ohnehin ein Materialmix zum Einsatz.

Wenn du ganzjährig und bei jedem Wetter unterwegs bist, achte unbedingt auf die Wasserdichtigkeit.

Für den bestmöglichen Sitz hast du beim Schnüren die Wahl zwischen klassischen Schuhbändern oder verschiedenen Schnürsystemen. Essentiell ist nämlich, dass der Schuh – egal welcher Kategorie – gut zu deinem Fuß passt, die richtige Größe gewählt wurde und du dich insgesamt wohl darin fühlst.

In diesem Sinne wünschen wir dir viele schöne Wanderungen und Bergtouren!

Häufige Fragen & Antworten

Wieso ist die Sohle eines Bergschuhs so hart?

Je härter und steifer die Sohle ist, umso besser eignet sich der Schuh für extreme Bedingungen (Geröll, Fels, steile Passagen). Durch die Steifigkeit ist auch auf kleiner Auftrittsfläche ein stabiler Stand möglich, ohne dass die Sohle – wie bei einem Straßen-Laufschuh – nachgibt.

Wie pflegt man einen Bergschuh am besten?

Leder-Bergschuhe pflegt man am besten mit einer Wachscreme, die auch für gute Wasserdichtigkeit sorgt. Für synthetische Materialien sind Imprägniersprays Mittel der Wahl: Sie schützen die Oberfläche und erhöhen die Wasserdichtigkeit.

Welcher Schuh eignet sich für leichte Wanderungen und Bergtouren?

Hier reicht i. d. R. ein leichter Wanderschuh der Kategorie A oder A/B (Meindl-Skala). Diese Modelle bieten ausreichend Halt und guten Grip auf verschiedenen Wanderwegen, sind aber auch auf längeren Asphaltstrecken komfortabel zu tragen.

Welcher Bergschuh ist für Gletscher und Eis geeignet?

Für Bergtouren über Gletscher sollten zumindest bedingt steigeisenfeste Schuhe der Kategorie B/C (Meindl-Skala) gewählt werden. Wenn längere Eispassagen hinzukommen, sind steigeisenfeste Modelle aus der Kategorie C oder D die richtige Wahl.

Welcher Schuh wird bei schwerem Gepäck empfohlen?

Auf mehrtägigen Trekkingtouren mit schwerem Gepäck sind Trekkingstiefel sinnvoll. Der hohe Schaft bietet dem Fuß guten Halt, Schutz und verhindert das Umknicken. Die Sohle sollte nicht zu weich sein, um trotz des höheren Gewichts nicht zu sehr nachzugeben.

Wie merkt man, ob ein Schuh wasserdicht ist?

Wasserdichte Bergschuhe verwenden oft geprüfte und bewährte Membranen wie Gore-Tex (GTX) oder Sympatex. Besonders aussagekräftig ist die Angabe einer Wassersäule, die zeigt, ab welchem Druck ein Material durchnässt. Wasserdichte Schuhe sollten eine Wassersäule von mindestens 10.000 mm aufweisen.

Woran erkennt man, dass ein Bergschuh sein Lebensende erreicht hat?

Typische und leicht erkennbare Anzeichen sind ein abgenutztes Profil, eine poröse Mittelsohle, Risse im Obermaterial oder gelöste Verklebungen. Spätestens wenn du bemerkst, dass der Grip beim Wandern nachlässt, sollte der Schuh gewechselt oder neu besohlt werden.

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