Monoblock-Klimageräte – Abkühlung ohne komplizierten Einbau
1902 war nicht nur ein besonders heißer Sommer in New York, es war auch die Geburtsstunde der Klimageräte. Der junge Ingenieur Willis Carrier löste ein Problem eines besonderen Kunden seines Arbeitgebers: eine Druckerei kämpfte mit zu hoher Luftfeuchtigkeit, die den Produktionsprozess störte. Also baute Carrier ein Gerät, das die Luft in der Druckhalle erfolgreich entfeuchtete, dabei aber als unerwarteten Nebeneffekt auch die Raumtemperatur senkte. Eine physikalische Eigenschaft warmer Luft ist, dass sie mehr Feuchtigkeit aufnimmt, also wurde durch das Herausleiten der Feuchtigkeit auch die Temperatur gesenkt. Monoblock-Klimageräte machen sich dieselben physikalischen Abläufe zunutze und sorgen dadurch für Abkühlung in geschlossenen Räumen.
Funktionsweise eines Monoblock-Klimageräts
Ob Monoblock oder Split, die Funktionsweise von beiden Gerätearten lässt sich leicht zusammenfassen: warme Luft raus, kalte Luft herein. Sie wenden dabei, wie auch Kühlschränke, das Wärmepumpen-Prinzip an. Dem Raum wird warme Luft entzogen, die im Inneren des Geräts auf ein Kältemittel trifft, das bei niedrigen Temperaturen verdampft und so die Wärme aufnimmt. Das gasförmige Kältemittel wird anschließend in einen Kondensator geleitet, der dafür sorgt, dass das Gas unter Druck verflüssigt wird und dadurch die gespeicherte Wärme wieder abgibt. Wo dies bei Split-Geräten in der Außeneinheit geschieht, befindet sich bei Monoblocks der Kondensator im gleichen Gehäuse. Die warme Luft wird durch einen Schlauch nach draußen geleitet und macht so die Außeneinheit überflüssig. Die warme Abluft erreicht dabei Temperaturen von 50-60 °C.
Hast du eine Gastherme in der Wohnung? Dann ist Vorsicht geboten, falls du gleichzeitig auch ein Monoblock-Gerät in Betrieb hast. Dadurch, dass Luft aus dem Raum gesaugt wird, entsteht ein Unterdruck. Sollte aus der Therme giftiges Kohlenmonoxid austreten, würde dieses also in den Raum gesaugt.
Montage
Die gute Nachricht zuerst: wenn du dich für ein Monoblock-Gerät entschieden hast, kannst du es praktisch sofort in deiner Wohnung aufstellen und in Betrieb nehmen. Da es keine Außeneinheit braucht, an die es fix angeschlossen werden muss, ist das Gerät mobil, was dir maximale Flexibilität bei der Auswahl seines Aufstellortes lässt. Ein einziges Detail ist zu beachten, und zwar sollte ein Fenster nicht zu weit entfernt sein, damit du dort den Abluftschlauch befestigen und nach außen leiten kannst, möglichst gut abgedichtet. Dazu wird bei den meisten Geräten ein Einbauset mitgeliefert. Der Schlauch wird an eine Fensterdüse angeschlossen, die in die Fensterscheibe montiert wird. Dafür muss eine Öffnung in die Scheibe geschnitten werden.
War kein Fenster-Kit dabei oder möchtest du lieber nicht an deiner Fensterscheibe herumwerkeln? Kein Problem, du kannst eine Fensterabdichtung für Monoblock-Klimageräte kaufen.
Hier zeigt sich der größte Vorteil, den Monoblock-Geräte im Vergleich zur Split-Lösung bieten. Damit sie ihren Dienst verrichten können, braucht es so gut wie keine Montage. Keine Löcher in der Hauswand, die Innen- und Außeneinheit verbinden und keine Außeneinheit, die an der Fassade befestigt wird, heißt auch, dass du weder eine amtliche Baugenehmigung noch das Einverständnis deiner Vermieter:innen und/oder der Nachbar:innen brauchst. Und noch ein nicht zu unterschätzendes Plus – Reinigung, Wartung und Reparatur werden erleichtert, da alle Komponenten des Gerätes jederzeit sofort zugänglich sind. Nach der Art ihrer Montage sind die meisten Monoblock-Klimageräte freistehend, es gibt sie seltener aber auch zur Wandmontage oder ganz selten als Einbaugerät.
Funktionen und Extras
Die Hauptaufgabe der Klimageräte ist die Kühlung (oder das Heizen) deiner Wohnung. So einfach, so gut. Hersteller locken dich aber mit verschiedensten Extrafunktionen. Wir haben sie für dich angeschaut und verraten dir, welche Extras dir einen echten Komfortgewinn bringen. Darf es etwas mehr sein?
Funktion | Erklärung |
|---|---|
Praktisch, wenn du dein Klimagerät bequem von der Couch aus steuern möchtest. | |
Da ein Monoblock-Klimagerät gut und gerne 30-40 kg auf die Waage bringen kann, ist es praktisch, es einfach über den Boden zu schieben. | |
Bevor die kalte Luft wieder in den Raum abgegeben wird, durchläuft sie einen oder mehrere spezielle Filter, die sie von Verunreinigungen befreien. Auch andere Verfahren, wie z. B. Ionisierung oder UV-Desinfektion, können je nach Modell angewendet werden. | |
Eine kleine eingebaute Turbine in der Nähe des Kondensators sorgt dafür, dass das Kondenswasser verdampft und macht ausleerbare Behälter oder Wasserschläuche überflüssig. | |
Manche Monoblock-Geräte können auch zum Heizen verwendet werden. Über die Tücken dieser Funktion kannst du im Kapitel zum Energieverbrauch mehr erfahren. | |
Das Gebläse deines Klimageräts kann praktischerweise auch als Ventilator eingesetzt werden. | |
Dein Gerät soll nicht den ganzen Tag laufen? Kein Problem, denn dank dieser Funktion kannst du flexibel festlegen, nach welcher Zeitspanne sich das Gerät wieder ausschalten soll. Auch die gewünschte Einschaltzeit lässt sich individuell programmieren. |
Energieverbrauch
Um eine konstante Kühlleistung zu gewährleisten, müssen Klimageräte eine längere Zeit am Stück in Betrieb sein. Aktuelle Modelle versprechen, dass sie dennoch nicht zur Energie-Kostenfalle werden. Ob sie das auch einlösen können, schauen wir uns jetzt etwas genauer an. Bei der Einschätzung der Energiekosten, die dein Monoblock-Klimagerät verursachen wird, hilft dir ein Blick auf das EU-Energielabel, das auch für diese Geräteklasse verpflichtend ist. Sowohl online als auch im stationären Handel muss der Energieverbrauch laut EU-Verordnung ausgewiesen sein, so dass du nicht die sprichwörtliche Katze im Sack kaufst. Das EU-Energieeffizienzlabel liefert dir auf einen Blick zwei Kennzahlen, den Coefficient of Performance (COP) und den Energy Efficience Ratio (EER). Beide Kennzahlen, COP und EER, drücken das Verhältnis zwischen der Wärme oder der Kühlung, die ein Gerät liefert und der dafür nötigen Stromaufnahme, aus. Doch wie sind die angegebenen Zahlen zu deuten? Ein COP- oder EER-Score von beispielsweise 7 heißt, dass für 7 Kilowatt Wärme (COP) bzw. Kälte (EER) 1 Kilowatt Strom verbraucht wird. Oder, einfacher ausgedrückt, je größer die Kennzahl, desto energieeffizienter ist das Klimagerät.
Dein Monoblock-Klimagerät kann theoretisch auch Wärme liefern, aber die meisten verfügbaren Modelle haben keine Heizfunktion. Der Grund dafür ist einfach erklärt – die Zeitspanne, in der über das Jahr verteilt geheizt wird, ist ungleich höher als die Zeitspanne, in der gekühlt werden muss, die sich auf zwei-drei Wochen im Hochsommer beschränkt. Der Energieverbrauch ist rechnerisch gleich, aber durch die längere Periode entstehen ungleich höhere Kosten. Deswegen können Klimageräte eine Not- oder Gelegenheitslösung sein, sind aber zum kosteneffizienten Heizen nicht zu empfehlen.
Kälteleistung
Den voraussichtlichen Energieverbrauch deines Klimagerätes kannst du dir einfach ausrechnen, doch würdest du vor dem Kauf sicher wissen wollen, welche Kälteleistung für deine Wohnungsgröße nötig wäre. Ein unterdimensioniertes Gerät kann deine Freude schnell trüben. Die Kälteleistung, die das Klimagerät liefern muss, wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Sowohl die gewünschte Temperatur als auch die Ausrichtung der Wohnung, das Vorhandensein guter Dämmung, abgedichteter Fenster oder etwa ausgedehnter Fensterflächen spielen genauso eine Rolle, wie die Höhe der Räume, die Anzahl der Personen, die sich im Raum aufhalten oder die Wärmestrahlung von Elektrogeräten. Deswegen ist es schier unmöglich, einen genauen Wert zu ermitteln, ohne die Gegebenheiten vor Ort zu kennen. Im Fachhandel wirst du auf jeden Fall individuell beraten.
Monoblock-Klimageräte sind für kleinere Räume konzipiert, beste Ergebnisse erzielst du in Räumen, die nicht größer als 20 m2 sind. Bei größeren Räumen kommen sie schnell an ihre Grenzen und brauchen viel länger, um sie zu kühlen. Das wiederum bedeutet, dass sie auch mehr Strom verbrauchen. Und auch die Gesetze der Physik schieben ihnen einen Riegel vor: da Luft aus dem Raum abgesaugt und nach draußen geleitet wird, entsteht ein Unterdruck, der (ungekühlte) Luft von draußen oder aus den Nebenräumen in den Raum saugt, in dem der Monoblock seine Arbeit verrichtet. Selbst durch die Fensterdüse, die zum Funktionieren des Geräts offen bleiben muss, strömt warme Luft von draußen in den Raum zurück. So gesehen kommt also nicht nur frische, kalte Luft aus dem Gerät in den Raum zurück, sondern auch wärmere Luft aus der Umwelt, so dass das Gerät in Summe nicht so gut kühlen kann, wie es sollte. Ein Teufelskreis.
Geräuschentwicklung
Klimatisieren willst du sicher primär die Räume, wo du die meiste Zeit verbringst. Dort möchtest du nicht von einem störenden Hintergrundrauschen oder Schlimmerem gestört werden. Langer Rede kurzer Sinn – die Geräuschentwicklung ist ein weiteres Kriterium, dass du bei der Auswahl deines Wunschgeräts berücksichtigen musst. Aktuelle Modelle sind leise, merken wirst du trotzdem, dass sie im Zimmer laufen. Werte zwischen 55-65 dB – und die meisten der am Markt verfügbaren Modelle gliedern sich in dieser Skala ein – sind nicht lauter als ein normales Gespräch (ein Flüstern werden sie dennoch übertönen). Leiser, akustisch kaum wahrnehmbar sind Split-Klimageräte. Willst du bei laufendem Gerät immer noch flüstern können, sind diese die richtige Wahl. Da jedes Geräuschempfinden bekanntlich etwas anders ist, kannst du im Fachhandel „probehören“ und dir so das auf deine Bedürfnisse am besten zugeschnittene Modell aussuchen. Die Kennzahl, die die objektiv gemessene Lautstärke wiedergibt, findest du verpflichtend auf dem EU-Energielabel.
Reinigung und Wartung
Damit dein Klimagerät nicht zum Gesundheitsrisiko für dich und deine Familie wird, solltest du es in regelmäßigen Abständen reinigen. Und das ist gar nicht kompliziert, denn dadurch, dass das Gerät frei im Raum steht und nicht verbaut ist, sind alle Teile jederzeit gut erreichbar. Die Oberflächen kannst du mit einem feuchten oder trockenen Tuch abwischen und vom Staub befreien. Für das Herzstück des Geräts, den Kondensator, gibt es im Handel speziellen Reinigungsschaum. In regelmäßigen Abständen solltest du auch den Abluftschlauch abmontieren und reinigen, genauso wie den Kondenswasserbehälter des Gerätes. Überall, wo es feucht ist, können sich nämlich verschiedenste Mikroorganismen ansiedeln und das gilt es zu verhindern. Wir raten dir außerdem, den Abluftschlauch möglichst gerade, auf einer Ebene, zu verlegen, denn bei Biegungen kann sich im Schlauchinneren Wasser sammeln. Enthält dein Gerät auch Filter, um die eingesaugte Luft effektiv von Unreinheiten, aber auch von Keimen zu reinigen, müssen diese Filter dementsprechend ebenfalls gereinigt oder getauscht werden. Sonst werden sie schnell zum Nährboden für Keime. Die Gebrauchsanleitung deines Geräts gibt dir genauere Auskunft über die einzuhaltenden Reinigungsabstände.
Kommt dir aus dem Gerät statt kalter Luft ein muffiger Geruch entgegen, ist es höchste Zeit, dass das Gerät und seine Filter gereinigt werden.
Umweltverträglichkeit
Solltest du über die Anschaffung eines Klimageräts nachdenken, ist sicher auch der Nachhaltigkeitsaspekt Teil deiner Überlegungen. Moderne Klimageräte sind keine Stromfresser mehr und ihre Energieeffizienz wird immer besser werden. Tatsache ist aber auch, dass sie trotzdem Energie verbrauchen, die produziert werden muss. Und da Monoblock-Klimageräte für dieselbe Wirkung viel länger laufen müssen als Ausführungen mit dedizierter Außeneinheit, relativiert sich ihr an sich geringer Stromverbrauch. Im Schnitt schaffen Split-Klimageräte mehr mit weniger Energie. Ein anderer Aspekt ergibt sich aus der Funktionsweise dieser Geräte: Damit der Wärmeaustausch zwischen Innenräumen und Außenwelt zustande kommen kann, wird ein Kältemittel benötigt. Die gängigsten Gase, die in Klimageräten zum Einsatz kommen, sind R32 (Difluormethan), R410A (Gemisch aus Difluormethan und Pentafluorethan) und R290 (Propan). Da sie über die für ihren Verwendungszweck optimalen physikalischen Eigenschaften verfügen, werden diese Gase auch in anderen Haushaltsgeräten eingesetzt, deren Funktionsweise sich auf Wärmetausch bzw. Kondensation stützt, wie etwa Kühl- und Gefrierschränke oder Wäschetrockner. Das Problem: R32 und R410A besitzen gleichzeitig auch ein um ein Hundertfaches höheres Treibhauspotential im Vergleich zu CO2 und können so schon in kleinen Mengen einen unverhältnismäßig großen Schaden verursachen, sollten sie bei unsachgemäßer Entsorgung aus dem Gerät entweichen. R290 hingegen ist nur dreimal so schädlich wie CO2, Deswegen ist es umso erfreulicher, dass sich R290 mehr und mehr als nachhaltigere Alternative durchsetzt. Unser Fazit – ob es sich unter dem Aspekt Nachhaltigkeit für dich lohnt, ein Monoblock-Klimagerät zu nutzen, ist größtenteils eine persönliche Entscheidung. Auf der einen Seite ist es für deine Wohnverhältnisse möglicherweise die einzige Möglichkeit (wenn die Vermieter:innen, die Nachbar:innen und/oder das Amt den Einbau einer Split-Anlage nicht genehmigen oder es baulich schlicht unmöglich ist, eine solche zu montieren), auf der anderen Seite sind Monoblock-Geräte weniger effizient. Klimageräte, die stunden- oder tagelang laufen, verursachen beträchtlichen Energieverbrauch und sorgen im Endeffekt dafür, dass bei der Energieerzeugung insgesamt mehr Treibhausgase ausgestoßen werden. Es stimmt aber auch, dass aktuelle Modelle für sich genommen sparsam sind. Ob dir nun der thermische Komfort, den sie dir während sommerlicher Hitzeperioden bringen, den vergrößerten CO2-Fußabdruck wert ist, entscheidest du.
Temperatur ohne Klimaanlage senken
Sind deine Bedenken wegen dem Umweltaspekt zu groß? Vielleicht bist du einfach noch auf der Suche nach einem passenden Gerät und willst in der Zwischenzeit doch nicht auf eine kühle Wohnung verzichten? Wie dem auch sei, es gibt so einige erprobte Tricks und Tipps um die Temperatur in deiner Wohnung im Hochsommer ganz ohne Klimagerät zu senken.
- Gute Dämmung. Was im Winter gut ist, um keine Wärme aus dem Inneren an die Außenwelt auszustrahlen, hilft umgekehrt auch im Sommer. Gut isolierte Wände halten nämlich auch die Hitze draußen.
- Verdunkelung. Ob Jalousien, Rollos, dunkle Vorhänge oder Klebefolie auf den Glasflächen – alles, was Schatten spendet, ist dein Freund. Fensterflächen verstärken die Wärme der Sonnenstrahlen. Ein Effekt, der dir beim Camping beispielsweise hilft, wo du mit einer Lupe ein Feuer anzünden kannst. Dunkle deine Wohnung untertags ab und es wird spürbar frischer bleiben.
- Wandfarbe. Du hast sicher bemerkt, dass am Mittelmeer sowohl innen als auch außen helle Wandfarben vorherrschen. Und das aus gutem Grund, nicht nur wegen der Ästhetik. Helle Farben strahlen nämlich Licht zurück, hellen Wände speichern somit weniger Wärme. Hast du südseitig ausgerichtete Zimmer, lohnt es sich zu überlegen, sie weiß, beige oder hellgrau zu streichen.
- Wohntextilien. Im Winter macht ein flauschiger, dicker Teppich viel her und schafft im Handumdrehen eine gemütliche Atmosphäre. Er speichert nämlich Wärme sehr gut. Im Sommer allerdings kommt dir diese Eigenschaft nicht entgegen. Kämpfst du mit zu hohen Temperaturen in deiner Wohnung, kannst du sie ruhig einrollen und bis zum Anfang der kalten Saison einmotten.
- Begrünung. Dass ein großer Baum mit ausgedehnter Krone vor dem Fenster Schatten und somit Kühle im Sommer spendet, machen sich immer mehr Raumplaner:innen zu Nutze – mehr Grün statt Asphalt heißt es in zahlreichen Städten. Auf dem Land weiß man schon längst, dass die Grünflächen rund ums Haus nicht nur etwas für das Auge sind, sondern im Sommer auch zur Abkühlung beitragen. Und nebenbei versorgen sie dich auch mit sauberer Luft. Studien haben außerdem gezeigt, dass auch begrünte Fassaden oder Dächer sehr gut vor Sommerhitze abschirmen.
- Intelligentes Stoßlüften. Wenn das Thermometer draußen die 30-Grad-Schwelle überschreitet, dann ist es in deiner Wohnung sicher um ein paar Grad kühler. Lüftest du jetzt, bringst du also keine frische, sondern nur heiße Luft in die Wohnung. Deshalb empfehlen wir im Sommer eine andere Taktik. Tagsüber die Fenster abdunkeln und geschlossen halten sorgt dafür, dass die Hitze draußen bleibt. Abends oder frühmorgens, wenn die Temperaturen auch draußen wieder angenehm kühl sind, spricht nichts gegen gründliches Stoßlüften.
- Elektrogeräte ausschalten. Laufende Elektrogeräte verbrauchen nicht nur Strom, sondern erzeugen auch Wärme. Natürlich ist die Wärme, die ein Fernseher abgibt, kleiner als die, die ein elektrischer Backofen generiert, aber bei der schieren Anzahl von Elektrogeräten, die im Haushalt unser Leben erleichtern, summiert sich das schnell. Auf Stand-by schalten ist übrigens keine Lösung, weder für die Temperatur, noch für das Konto, denn in diesem Modus strahlen die Geräte dennoch Wärme aus und verbrauchen weiterhin Strom. Am besten also alles, was nicht gebraucht wird, konsequent vom Netz nehmen.
- Türen offen halten. Damit die Luft frei in der Wohnung zirkulieren kann, empfehlen wir dir, die Zimmertüren offen zu halten. So unterstützt du den Temperaturausgleich, die Luft aus frischeren Räumen kühlt die Luft aus den wärmeren ab.
- Ventilatoren nutzen. Diese verstärken auch die Luftzirkulation und dadurch den Temperaturausgleich, können dich aber auch unmittelbar abkühlen, wenn du dich in ihrem Strahl befindest. Der Luftstoß sorgt dafür, dass die Schweißtröpfchen auf deiner Haut schneller verdunsten und dein Körper dadurch effektiv gekühlt wird.
Vergleich mit Split-Klimageräten
Monoblock-Klimageräte sind nicht die einzige technische Lösung, um deine Wohnung abzukühlen. Es gibt auch eine andere Kategorie, die der Split-Klimageräte. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus zwei verbundenen Einheiten bestehen, von denen eine außerhalb deiner Wohnung, an der Hausfassade montiert wird. Diese Außeneinheit beherbergt den Kondensator, somit findet der Wärmetausch im Außenbereich statt. Der größte Vorteil der Split-Geräte ist, dass sie im Vergleich zu Monoblöcken größere Innenräume schneller und damit sparsamer und effizienter als diese abkühlen. Auch sind sie, vor allem die Inneneinheiten, im Betrieb leiser als Monoblock-Klimageräte. Allerdings sind Split-Geräte nicht mobil. Damit die beiden Einheiten, aus denen sie bestehen, miteinander verbunden sein können, muss die Gebäudeaußenwand auf jeden Fall durchbohrt werden. Da sowohl dafür als auch für die Fassadenmontage der Außeneinheit bauliche Maßnahmen gesetzt werden müssen, musst du dir für den Einbau eines Split-Geräts eine amtliche Genehmigung holen. Außerdem kannst du dein Split-Gerät nicht selbst montieren oder warten, ohne die **Herstellergarantie **zu verlieren. Mehr zu Split Geräten kannst du im Ratgeber zu dieser Kategorie lesen. Die wichtigsten Unterschiede kannst du folgendem Vergleich entnehmen.
Monoblock-Klimagerät | Split-Klimagerät | |
geeignet für Selbstmontage | ||
braucht keine Genehmigung für Einbau | ||
mobil im Raum aufstellbar | ||
leise | ||
effizient | ||
stromsparend | ||
nachhaltig | ||
günstig in der Anschaffung |
Zusammenfassung
Monoblock-Klimageräte können beliebig im Raum aufgestellt werden. Mittels eines Abluftschlauchs, der sie mit einer Fensterdüse verbindet, leiten sie die warme Abluft nach draußen. Die kalte Luft, die sie ausgeben, kann, je nach Gerät, durch einen Filter gereinigt werden. Der Aufbau ist sehr einfach. Im Prinzip kann das Gerät sofort in Betrieb genommen werden, sobald die Fensterdüse für den Abluftschlauch vorhanden ist. Wartung und Reinigung sind auch sehr einfach und können von dir selbst (so oft wie nötig) durchgeführt werden. Alle Geräteteile sind leicht erreichbar, da das Klimagerät nicht fest verbaut ist. Aktuelle Modelle sind nicht lauter als ein normales Gespräch, alle wichtigen Werte zur Energieffizienz sind auf dem verpflichtenden EU-Energielabel einsehbar. Zusätzlich verwenden die meisten Modelle Propangas als Kältemittel, ein Gas mit sehr niedrigem Treibhauspotential. Im Schnitt verursachen Monoblocks höhere Stromrechnungen als Split-Klimageräte, weil sie für das gleiche Ergebnis länger in Betrieb sein müssen. Sie sind ineffizienter und kühlen Räume langsamer ab. Dafür brauchst du aber keine Genehmigungen für ihr Aufstellen einzuholen, was sie vor allem im Falle von Mietwohnungen unter Umständen zur einzigen praktikablen Kühllösung macht.
Häufige Fragen & Antworten
Ist ein Monoblock-Klimagerät laut?
Die meisten erhältlichen Modelle kommen auf eine Lautstärke zwischen 55-65 dB, was im Ungefähren der Lautstärke eines Gesprächs entspricht. Bedeutend leiser sind Split-Klimageräte, da sich deren Kompressor, bedingt durch die Bauweise, außerhalb der Wohnung befindet.
Kann ein Monoblock-Klimagerät krank machen?
Ein Klimagerät kühlt die Luft, kann also genauso wenig krank machen, wie Kälte allgemein. Da es dem Raum aber mit der Wärme auch die Luftfeuchtigkeit entzieht, kann die trockene Luft trockene Schleimhäute verursachen, die den Organismus wiederum anfälliger für Krankheitserreger machen oder für ein leichtes Kratzen im Hals sorgen. Werden sie ordentlich gereinigt, tragen Klimageräte nicht zur Verbreitung von Mikroorganismen bei.
Ist ein Monoblock-Klimagerät ein Stromfresser?
Monoblock-Klimageräte sind für kleinere Räume konzipiert (bis ca. 20 m2). Bei größeren Räumen kommen sie schnell an ihre Grenzen und brauchen viel länger, um sie zu kühlen. Das wiederum bedeutet, dass sie auch mehr Strom verbrauchen. Bessere Ergebnisse bei vergleichbarem Verbrauch liefern Split-Geräte, die auch für größere Räume dimensioniert sein können.
Kann ich mit einem Monoblock-Klimagerät auch heizen?
Dein Monoblock-Klimagerät kann theoretisch auch Wärme liefern, aber die meisten verfügbaren Modelle haben keine Heizfunktion, denn die Zeitspanne, in der über das Jahr verteilt geheizt wird, ungleich höher ist als die Zeitspanne, in der gekühlt werden muss, die sich auf zwei-drei Wochen im Hochsommer beschränkt.
Ist das Kältemittel eines Monoblock-Klimageräts klimaschädlich?
Das am häufigsten verwendete Gas Propan (R290) besitzt ein viel geringeres Treibhauspotential als seine Vorgänger und ist in etwa dreimal so schädlich wie CO2. Zusätzlich solltest du darauf achten, alte oder beschädigte Geräte ausschließlich bei den dafür vorgesehenen Annahmestellen abzugeben, um ein unkontrolliertes Entweichen des Kältemittels zu verhindern.
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