Nach fast 40 Jahren mit analogen Kameras (Praktica -> Hasselblad -> Leicaflex) habe ich im April 2009 nach langem Überlegen entschieden, meine ganze Ausrüstung mit 4 Gehäusen und 9 Fixbrennweiten-Objektiven von 15 - 400 mm auf den Speicher zu verfrachten (Verkauf lohnt ja nicht) und diese CANON anzukaufen. Da ich nicht mehr der Jüngste bin, habe ich dazu die Zooms 2,8/16-35, 2,8/24-70 und 4,0/70-200 und das Sigma Macro 2,8/150 genommen, um das Gewicht meines Rucksackes in Grenzen zu halten.
Weil ich ein bequemer Typ bis, hätte ich keine Bewertung geschrieben, aber jetzt haben mich die Kommentare der "Übergescheiten" dazu bewogen.
NEIN, ich benutze diese Kamera nicht zum Filmen, denn ich bin Amatuerfotograf mit Leib und Seele. Wenn ich Filme drehen möchte kaufe ich mir eine Videokamera, die wirklich zu diesem Zweck hergestellt wurde. Meine bevorzugten Gebiete sind Natur und Landschaft, Architektur, sowie Akt und Portrait. Dabei mache ich sehr viele meiner Aufnahmen auf Reisen und bei Wanderungen, was die Auswahl der Objektive stark beeinflusst hat.
In den letzten 14 Monaten habe ich etwa 7.000 Fotos aufgenommen und bin von der Qualität der Kamera (und auch der Objektive) mehr als überzeugt.
"Wunder dauern etwas länger" las ich zuletzt bei einem Handwerkerbetrieb. Es gibt wahrscheinlich für jedes Belichtungsprogramm und für jeden Autofokus Grenzsituationen, welche nicht mehr korrekt bewältigt werden können. Das wird auch bei den anderen Marken und Typen so sein. Aber wenn mir jemand erzählen möchte, dass man mit kleinen Sensoren dieselben Ergebnisse erzielen kann, wie mit einem Vollformat, dann gruselt es mich. Wenn man sehr gute (natürlich dann teure und relativ schwere) Objektive verwendet und auf 30x45 bis 50x75 cm vergrößert (A4-Bilder sind nicht für Fotografen, sondern für Breifmarkensammler), dann ist bald eine Grenze für die "Kleinen" erreicht. Da braucht man gar keine extremen Ausschnitte machen oder die ISO auf 1.000 drehen!
Lassen Sie sich bitte nicht durch Theoretiker und Technik-Fetischisten verunsichern. Wenn Sie einige Grundsätze beherzigen, können Sie mit diesem Gerät in der Praxis glücklich werden:
Verwenden Sie nur dafür wirklich geeignete Objektive (max. 3-fach Zooms), keine alten "Scherben" aus den 70ern.
Blenden Sie auf Werte zwischen 4,5 und max. 13 ab.
Nutzen Sie im Normalfall einen Empfindlichkeitsbereich zwischen 200 und 1000 ISO (höher nur für DOKUS oder kleine Bilder).
Benutzen Sie sooft als möglich - selbst wenn es manchmal "schwer"fällt - ein stabiles Stativ (auch der Bildaufbau dankt es Ihnen!).
Machen Sie lieber eine Aufnahme zuviel als zuwenig und betrachten Sie die Ergebnisse und das Histogramm sofort auf dem Display.
Verwenden Sie den Modus RAW mit JPEG mit der höchsten Qualitätsstufe, denn Speicherplatz kostet heutzutage nicht mehr viel. JPEG-Dateien kann man für die schnelle Ansicht verwenden und auch gleich weitergeben und die "Gustostückerl" werden mit dem RAW-Konverter ins Photoshop geladen und dort endbearbeitet.
Viel Freude mit den Ergebnissen!